Ein Mann kniet nachts am Ende eines Stegs und hält die Hand über einen spiegelglatten See, in dem der goldene Ring und zwei Monde ein zweites Mal stehen.

Weraldiz

Zwischen den Welten

Zwei Sonnen, drei Monde und ein Ring, der jeden Tag das Licht dämpft. Darunter fünf Kulturen – und keine erzählt dieselbe Wahrheit.

Ein Himmel, fünf Deutungen

Dieselben Sonnen, derselbe Ring – und jedes Volk liest darin eine andere Geschichte.

  • Auwharin

    In den Hallen von Wolfsthal dampft der Met, während in Zeruko Hiri die Argitari die Lehre der Sieben Himmlischen Heerscharen hüten. Acht Aus’Harringer-Stämme und ein neunter, der einst über das Meer kam, mit einem Wissen über den Himmel, das er nicht erworben haben konnte.

    Woher kamen die Argitari, und warum schweigen darüber selbst ihre eigenen Chroniken?

    Nach Auwharin
  • Non’Gauden

    In den fünf Jakintza östlich der Inneren See wird Magie nicht angebetet, sondern vermessen. Zwischen himmelhohen Akademietürmen gleiten schwebende Plattformen, und die Lehre vom Höheren Selbst verspricht Vollendung ohne jeden Gott.

    Was liegt hinter dem Höheren Selbst – und was hat es gekostet?

    Nach Non’Gauden
  • Erek Noan

    Jenseits des Duottar-Gebirges ziehen die Lithi mit ihren Rentierherden durch Polarnacht und Mitternachtssonne. Ihre Noaidi trommeln sich hinüber in die Geisterwelt und lauschen den Bajasdolgi, die seit dem Aufstieg im silbernen Ring Barkuz wohnen.

    In den Ruinen singen die alten Steine wieder. Was, wenn die Aufgestiegenen zurückkehren – und nicht nur sie?

    Nach Erek Noan
  • Cel Atiz

    Im sonnendurchfluteten Süden leben die Cel Hushi ohne König, ohne Rat und ohne geschriebenes Gesetz. Was gilt, sind ungeschriebene Regeln, gewachsen aus dem Miteinander, und niemand käme auf den Gedanken, sie in Frage zu stellen. In ihren Traumzirkeln teilen sie Tag für Tag in der Schattenruhe, was sie gesehen haben.

    Was geschieht mit denen, die aus dem gemeinsamen Traum erwachen?

    Nach Cel Atiz
  • Thalaven’dahr

    Hinter Nebelbänken, die kein Steuermann zu erklären vermag, liegt das Land der ewig Tiefverbundenen. An seinen Küsten handeln die Veynun – die Ungesehenen – höflich und wortkarg; ihre wahren Städte hat nie ein Fremder betreten.

    Worauf warten die Veyn, als wäre es längst überfällig?

    Nach Thalaven’dahr
Vom Bug eines Segelschiffs blickt ein Seemann in dichten Nebel, hinter dem sich eine Küste nur erahnen lässt.Der Nebel hat sich gehoben: Vor dem Bug liegt ein ganzes Land mit Klippen, Wäldern, fernen Gebirgen und einer hellen Stadt, über dem der Planetenring aufsteigt.

Was dich erwartet

Weraldiz erklärt sich nicht. Weraldiz enthüllt sich.

Die Bibliothek sammelt, was diese Welt über sich selbst zu wissen glaubt: die Mechanik eines fremden Himmels, die Wege ihrer Völker, ihre Glaubenslehren und Kräfte, ihre Orte, Gestalten, Sprachen und alten Lieder. Über allem steht das Jahr 876 WZ, in dem Sonnen, Monde und Barkuz zum zweiten Mal seit Beginn der Zeitrechnung in eine Linie treten. Man schreibt 843; dreiunddreißig Jahre bleiben bis dahin, und die Zeichen mehren sich schon jetzt.

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Ein Hirte rastet im Herbst an einer Ruine, deren mittlere Säule zerborsten im Gras liegt.Dieselbe Ruine im Winter: Die mittlere Säule steht wieder und trägt den Sturz, der Schnee um sie ist unberührt.

Für die Hüter der Geheimnisse(Wissen für Spielleiter)

Als Spielleiter wirst du zum Wächter jener Wahrheiten, die keine der fünf Kulturen ganz zu fassen bekommt. Hier liegen die Fäden, die das Gewebe der Wirklichkeit zusammenhalten, und die Risse, durch die hindurchsickert, was niemand benennen kann. Ein Zeichen ((Wissen für Spielleiter)) markiert diese Fäden überall in der Bibliothek. Es ist kein verschlossenes Tor, sondern eine Warnung: Wer noch als Spieler seinen eigenen Weg zur Wahrheit sucht, liest hier auf eigene Gefahr weiter.

Hinter den Schleier blicken

Weraldiz ist ein Refugium für jene, die in Geschichten mehr suchen als Zerstreuung – ein Ort, an dem Mythen atmen und Wahrheiten zwischen den Zeilen warten.