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Eine erste Orientierung in Weraldiz

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"Wer auf dem Weg durch die Lande Weraldiz' nur nach dem Vertrauten Ausschau hält, wird niemals die Wahrheit erkennen, die im Schatten des Alltäglichen lauert."
— Thora Weisenherz, Wanderheilerin des Schwestern-Kreises

Weraldiz ist eine Welt der verhüllten Geheimnisse. Auf den ersten Blick vertraut – nordisch, schamanistisch – doch unter der Oberfläche pulsiert etwas Fremdes. Die Realität selbst flackert an den Rändern, besonders jetzt, da sich die seltene Himmelsgleiche nähertnähert.

Die Handlung spielt auf Alweidar, dem bekannten Kontinent, im Jahr 843 WZ – gezählt seit der ersten Himmelsgleiche, die zugleich der Geschichtsschreibung ihren Anfang gab. Fünf Völker teilen sich diesen Kontinent, und diekeines von ihnen erzählt dieselbe Geschichte über ihn.

Diese Seite ist der Einstieg. Sie zeigt, was diese Welt invon einenanderen Zustandunterscheidet, zwischenwer Erwartungsie bewohnt und Unruheworan versetzt.sich gerade alles entscheidet – und verweist von dort aus weiter in die Tiefe.

Die Himmel sprechen eine fremde Sprache

Wer auf Weraldiz aufwacht, wacht unter einem Himmel auf, der nach eigenen Regeln arbeitet. Nichts davon ist für die Bewohner exotisch; es ist schlicht, wie die Welt ist.

Zwei Sonnen erhellen den Tag: die goldenegoldene, beständige Dagaz und die bläulich-weißekleinere, kältere Kaldaz., Zurderen Mittagszeitbläuliches schiebtLicht sichim der silberne Planetenring Barkuz zwischen Weraldiz undWinter die SonnenFührung undübernimmt. tauchtIhre dieelliptische WeltBahn fürteilt sechsdas StundenJahr nicht in dievier, Schattenruhe – ein gedämpftes Zwielicht,sondern in demfünf dieJahreszeiten. Schatten seltsam fallen und mancher schwört, Dinge zu sehen, die nicht da sein sollten.

Drei Monde wandeln durch die Nacht:Nacht – Hwīlô, in neunundfünfzig Tagen, das violette Marōną in siebenundsechzig, und Draupnaz., Inder 33rückläufig Jahrenund werdenohne sieerkennbares sichMuster erscheint, wann er will. Sie sind nicht zu verwechseln mit Inara und Velka, den Sonnenbeiden zurRingführern, Himmelsgleichedie ausrichtenin Stunden einemstatt Ereignis,in dasMonaten um die Welt dashasten letzteund Malnach denen sich die Uhren richten.

Um die Welt selbst liegt Barkuz, ein silberner Planetenring. Einmal täglich wandert seine verdichtete Zone vor 843die Jahren erschütterteSonnen und mittlerweile verborgen vom Schleiernimmt der Geschichte,Welt rund siebzig Prozent ihres Lichts: die Schattenruhe. Sie ist keine Sitte, sondern Biologie – sechs Stunden silbrige Dämmerung, in denen die Temperatur fällt, die Märkte verstummen und jedes Lebewesen unausweichlich müde wird.

Der Tag dauert 32 Stunden und zerfällt in acht Abschnitte, die alle Kulturen anerkennen:

Zeit Abschnitt Was geschieht 1:00–6:00 Nachtruhe Zweite, tiefe Schlafphase 6:00–7:00 Tagesanbruch Erwachen 7:00–13:00 Morgenwerk Volles Sonnenlicht, Hauptarbeitszeit 13:00–19:00 Schattenruhe Barkuz verdunkelt die Sonnen – erzwungene Pause 19:00–25:00 Abendwerk Volles Sonnenlicht, zweite Arbeitszeit 25:00–28:00 Abendruhe Übergang 28:00–31:00 Erste Nachtruhe Erste Schlafphase 31:00–1:00 Besinnung Mondzenit – Wachphase für Gebet und Familie

Menschen auf Weraldiz schlafen also zweimal pro Nacht, getrennt durch die Besinnung, jene bewusste Wachstunde unter den BeginnMonden. derDas Geschichtsschreibungprägt markiertalles: wann man arbeitet, wie man baut, wann man betet, wie man von Zeit spricht. Auch das Jahr hat ein anderes Maß – 515 Tage, gut zwei Erdenjahre. Wer hier vierzig Jahre zählt, hat etwa einundachtzig Erdenjahre gelebt.

Weiterlesen: Kosmologie · Die Doppelsonnen · Monde und dieseRingführer Welt· nochBarkuz immer· formt und gestaltet.Zeitgliederung

Die Verhehlung - Buchcover: Drei Fremde treffen sich bei Nacht in einem einsamen Wald

Die Verhehlung

Tief in den karg besiedelten Regionen des Ostens Auwharins liegt das Dorf Waldheim am Siebenrück, wo drei Fremde einander begegnen und ein seit jeher gehütetes Geheimnis zu enthüllen suchen.

Was seit Menschengedenken im Stillen bewahrt ward, vermag nun, da alte Bande schwinden, das Geschick aller Beteiligten für alle Zeit zu wenden. Denn unter dem friedsamen Antlitz des Dorfes ruht ein Erbe, das gleich einem schweren Stein auf den Gemütern der Einwohner lastet.

Die Verhehlung (PDF)

Fünf KulturenVölker am Rande der Wahrheit

Fünf Völker bewohnen Weraldiz,Alweidar, jedes mit seiner eigenen Art, die Welt zu verstehen – und jedes hütet ein Geheimnis, das es nicht ganz zu begreifen vermag. Wer die Kulturen im Überblick vergleichen will, beginnt bei den Kulturen von Weraldiz.

Im Königreich Auwharin stehen acht Aus'Harringer-Stämme unter einem rotierenden Harkönig. Der neunte Stamm, die Argitari, kam einst über das Meer und brachte die Lehre der Sieben Himmlischen Heerscharen mit – und ein Wissen über den Himmel, das Generationen der Beobachtung erfordert hätte. Woher stammen sie, und warum bleiben ihre eigenen Chroniken an genau dieser Stelle vage?

In Auwharin wandeln die Argitari zwischen nordischen Stämmen und tragen kosmisches Wissen mit sich, dessen Ursprung niemand zu ergründen wagt. Woher stammen die Argitari, und warum fühlt sich ihre Präsenz zugleich vertraut und unmöglich an?

Die Schamanen von Erek Noan, hörenden StimmenPfaden der Ahnen jenseits des NordlichtsDuottar-Gebirges, folgen die Bajasdolgi,Lithi Wesen,ihren Rentierherden durch Polarnacht und Mitternachtssonne. Ihre Noaidi reisen durch die zwischendreischichtige Welt und lauschen den WeltenBajasdolgi, zuden wandelnAufgestiegenen, scheinen.die Dochseit sindder sieersten Götter,Himmelsgleiche Ahnenim oderRing etwasBarkuz gänzlich anderes?wohnen. In derden eisigenRuinen Tundrades mehrenNordens singen die alten Steine wieder. Bereiten sich die Visionen,Aufgestiegenen auf eine Rückkehr vor – und was käme mit ihnen die Fragen.ihnen?

Das Konsiliarat Non'Gauden hat Götter gegen Methode getauscht. In fünf Akademie-Enklaven, den Jakintza, wird Magie nicht angebetet, sondern vermessen, und die KunstLehre perfektioniert,vom RealitätHöheren mitSelbst puremverspricht WillenVollendung zuaus formen.eigener IhreKraft. Geistesarchitekten erschaffen Wunder durch mentale Disziplin allein – dochDoch was liegt hinterjenseits demjener Schleierletzten desStufe, Höherendie Selbst,keiner denihrer sieGelehrten nieje zu durchdringenbetreten wagen? Manche flüstern von einem Preis, der in Vergessenheit bezahlt wurde.wagt?

In Cel Atiz lebt eine Gesellschaft ohne Könige, Räte und Gesetze – und dennoch in makelloser Harmonie. In den KommunenTraumzirkeln vonteilen die Cel AtizHushi durchschreitenNacht Traumwandlerfür geteilteNacht Träumeihre wieVisionen andereund Straßen.weben Dochdaraus inein gemeinsames Verständnis der Welt. In letzter Zeit flüstert etwas durch diesediesen kollektivengeteilten Träume,Traum, das dort nicht hineingehört.

Jenseits der Südwüste, hinter Nebelbänken, die kein Steuermann erklären kann, liegt Thalaven'dahr, das Land der ewig Tiefverbundenen. An seinen Küsten handeln die Veynun – die Ungesehenen – höflich und wortkarg; ihre wahren Städte im Landesinneren hat nie ein Fremder betreten. Sie suchen seit jeher nach etwas Altes, das zu erwachen beginnt. Die Traumarchitekten schweigen darüber – oder wissen sie selbst nicht, was dort lauert?

Die Philosophen von Thala Ven'dahl suchen in den WüstenVerlorenem, nach einem verlorenen Paradies, einer Zeit "vor dem Sehen"., Ihrederen uraltenName Texteselbst sprechenvergessen wurde.

Kräfte, die niemand ganz versteht

Magie ist auf Weraldiz kein einheitliches Handwerk, sondern eine Frage der Herkunft. Fünf Quellen speisen sie: Amāra, die Hingabe, Sutarka, die Erkenntnis, Valthur, die Glut, Saivon, die Belebung, und Burmūn, der Geist. Jede Kultur hat einen anderen Zugang gefunden, und jede hält den ihren für den natürlichen – ein Auwhariner Ordensbruder und eine Non'Gaudener Forscherin können dieselbe Wirkung erzielen und einander dabei gründlich missverstehen.

Daneben steht die Geistesformung: die Formung von einerWirklichkeit Welt,durch geschulten Willen allein, ohne Ritual, ohne Quelle, ohne Gebet. Non'Gauden hat sie zur Wissenschaft erhoben, andere fürchten sie.

Und unter allem liegen die anders war, vollkommener vielleichtTiefenschlündedochein wasNetzwerk geschah,unterirdischer dassGänge, diesedurch Weltdessen endenWände musste?leuchtende Energieadern ziehen wie das Gefäßsystem eines Lebewesens. Sie sind älter als jede Chronik, und niemand hat sie je bis zum Grund erkundet.

Die Zeichen mehren sich

WeraldizIm verändertJahr sich.876 WZ – in dreiunddreißig Jahren – werden Sonnen, Monde und Barkuz zum zweiten Mal seit Beginn der Zeitrechnung in einer Linie stehen. Die Himmelsgleiche ist der Spannungsbogen, unter dem alles Gegenwärtige steht. Beim ersten Mal stiegen die Himmlischen Heerscharen auf – oder die Bajasdolgi, je nachdem, wen man fragt. Was beim zweiten Mal geschieht, weiß niemand.

Die Vorzeichen sind längst da. Inara und Velka, die Ringführer, schwanken in ihren Bahnen, und Uhren, die seit Jahrhunderten nach ihnen gehen, werden unzuverlässig. Die Schattenruhe kommt zu früh oder zu spät und verdunkelt mal dreißig, mal fünfundachtzig Prozent des Lichts – manchmal grünlich, manchmal violett statt im vertrauten Silberblau. In den Tiefenschlünden – jenen geheimnisvollen unterirdischen Netzwerken – pulsierenleuchten die Energieadern intensiverheller, alsund jeverschlossene zuvor.Gänge öffnen sich. Barriereschwächen – schimmernde Verzerrungen, in denen Dinge verschwinden – treten häufiger auf und bleiben länger bestehen. Kinder erwachenentwickeln spontangeistesformende mit psionischen Gaben,Begabungen, die ihre Eltern nie besaßen. Menschen an verschiedenenweit entfernten Orten träumen dieselben Träume. Und manchmal, in den Winkeln des Blickfelds, huschen Schatten, die zu wissen scheinen, was wir vergessen haben.

AngesichtsWie derdas nahendenenden Himmelsgleichewird, ringendarüber streiten Gelehrte und AnführerSeher umin drei Richtungen: harmonische Wandlung, ein Aufbruch in ein neues Zeitalter; Zusammenbruch, wenn der Ring instabil wird und mit der Schattenruhe die richtigeGrundlage Antwort.des MancheLebens fordernverlorengeht; oder IsolationWirklichkeitsverschiebungdiedass magischensich Barrierenwiederholt, zuwas verstärkenbeim ersten Mal geschah, und dasdie UnbekannteWelt auszusperren. Andere plädieren für vorsichtige Kontrolle,danach eine bedachteandere Öffnung unter strengster Überwachung.ist. Und dannüber gibtallen Berechnungen steht Draupnaz, der unberechenbare Mond. Erscheint er zur Himmelsgleiche, ist jede Vorhersage Staub.

Jede Kultur bereitet sich auf ihre Weise vor: Auwharin sieht eine göttliche Prüfung und rüstet seine Orden, Non'Gauden errichtet Sternwarten, die Lithi rufen die Geister, Cel Atiz träumt sich der Wandlung entgegen – und an der Küste von Thalaven'dahr verstummen die Gespräche, sobald Fremde näherkommen.

Wo du weiterliest

Buch Worum es jene,geht dieGuter Startpunkt Ewiger Kosmos Sonnen, Monde, Ring, Himmelsgleiche Kosmologie Weite Lande Geographie, Völker, Geschichte, Zeitrechnung Kulturen Innere Wege Glaubenssysteme und spirituelle Pfade Glaubenswelten Fremde Kräfte Magie, Geistesformung, Phänomene, Ruinen Die Magiesysteme Feste Stätten Städte und mystische Orte Zeruko Hiri Große Seelen Gestalten, denen man begegnen kann Harkönig Leofric Alte Lieder Geschichten und Berichte aus der Welt selbst Werden und Vergehen Lebendige Welt Sprachen, Namen, Aussprache Aussprache von TransformationSonderzeichen sprechen, vom Wagnis, sich dem Wandel zu stellen und eine neue Ära vorzubereiten, koste es, was es wolle.

Für deine Reise

Als Spieler findest du hier Charaktere zwischen den Welten – Brückenbauer zwischen Traditionen, Suchende nach verborgenen Wahrheiten, Beschützer gegen das erwachende Unbekannte. Wenn deine Figur Gestalt annimmt, hilft dir das Buch Lebendige Welt bei einem Namen, der zu ihrem Volk passt: Aus'Harringer, Argitari, Lithi, Non'Gaudener oder Cel Hushi. Für den Alltag deiner Figur lohnt sich ein Blick in die Zeitgliederung – wer weiß, wann seine Kultur schläft, betet und arbeitet, spielt sie überzeugender als jede Hintergrundgeschichte es könnte.

Als Spielleiter erwartet dich eine Welt, die sich nicht erklärt, sondern enthüllt. Geheimnisse liegen in Schichten verborgen, NPCsjede verfolgenKultur irrt auf ihre eigene Agendas,Weise, und dieüber ständige Frageallem schwebt die Frage, was wirklich geschah, als die Zeitrechnung begann. Zwei Bücher sind ausschließlich für dich geschrieben und bleiben Spielern verschlossen: Mächtige Bünde über allem:die Fraktionen, die im Verborgenen ihre eigenen Ziele verfolgen, und Verborgene Wahrheit über das, was hinter den Mythen tatsächlich liegt. Was dort steht, widerspricht den übrigen Büchern an mancher Stelle bewusst – das ist real?kein Fehler, sondern die Bauweise dieser Welt.


Weraldiz wartet nicht auf Helden. Es wartet auf jene, die bereit sind, zwischen den Zeilen zu lesen und in den Schatten des Vertrauten nach der Wahrheit zu suchen.