Gesang der vier Wenden
Vom ewigen Kreislauf des Werdens und Vergehens
„Was ward, wird wieder, was weht, wird still – die Zeit ist ein Tier, das sich selber frisst.
“" — Aus dem Liederkreis des Erþôhringaz

Werdelicht weckte die Wälder im Westen,
Frühfrost fiel von den fernsten Höhen.Firnen.
Laublauben lebten, lichter Gesang
stieg aus stillen Steinen,Steinen — Saaten sprossten.
Mittsommer machte mit mächtigen Strahlen
Flammenfelder voll Frucht und Glanz.Fülle.
Brütend blieben die Bienen im Bann,
Starkerschwerer Schwung sammeltsammelte dieÄhren Ähren.und Segen.
Herbsthaft hingen die Himmel schwer,
Windwellen wühlten in welkendem Blatt.
Nebelnden Nächten nahte das Schweigen,
Dämmerung dehnte die dunklen Gestirne.
Winterwille wütetwütete inweit Weiten,durch die Wüsten,
Kältekronen klirrenklirrten auf kahlem Geäst.
Sturmsaat sätsäte in sterbendem Schoß
den Wandelswunsch, der wiederdas beginnt.Werden gebiert.
Kreis kehrt immer, — kein Kant'Kanten ist geblieben.bestehet.
Zeit zehrt alles, doch Zyklen bewahren.
Wer lauscht dendem LinienLaufe des Lebensstroms,
der wird nicht verwirrt, wenn Welten sich wenden.