Bevölkerung Alweidars
"Die Menschen von Alweidar sind wie die Landschaft selbst - vielfältig, widerstandsfähig und voller Geheimnisse. Jede Region hat ihre eigene Seele hervorgebracht, ihre eigene Art, die Welt zu verstehen. Und doch atmen wir alle unter demselben Himmel, unter denselben Monden, unter demselben Barkuz." — Aus den Betrachtungen von Maistra Izaskun ez'Bizitza-barne-bi
Die Bevölkerung des Kontinents Alweidar verteilt sich ungleichmäßig über die vier Hauptregionen. Während einige Gebiete dicht besiedelt sind, bleiben andere nahezu menschenleer – sei es aufgrund unwirtlicher Bedingungen, kultureller Traditionen oder verborgener Gefahren.
Verteilung und Zahlen
Gesamtbevölkerung
Die Gesamtbevölkerung Alweidars beläuft sich auf etwa 3,7 Millionen Menschen. Diese Zahl mag für einen Kontinent dieser Größe gering erscheinen, doch gibt es verschiedene Faktoren, die diese relativ dünne Besiedlung erklären.
| Region | Bevölkerung | Besiedlungsdichte |
|---|---|---|
| Auwharin | ~1,8 Millionen | Moderat, konzentriert in Städten und Stammesgebieten |
| Lithi-Territorien | ~40.000 | Sehr dünn, nomadische Verbreitung |
| Non'Gauden | ~1,4 Millionen | Hoch in Enklaven, dünn in Zwischengebieten |
| Cel Atiz | ~600.000 | Moderat, konzentriert in Städten und fruchtbaren Tälern |
| Thala Ven'dhal | unbekannt | Nur einzelne kleine Stämme an den Küstenregionen, jedoch gibt es widersrpüchliche Geschichten über Metropolen tief in der Wüste der südlichen Lande. |
| Unbewohnte/Grenzgebiete | <50.000 | Extrem dünn, vereinzelte Siedlungen und Außenposten |
Faktoren für die geringe Bevölkerungsdichte
"Die Sterndeuter sagen, unsere Welt könnte zehnmal so viele Menschen ernähren wie heute. Warum also sind wir so wenige? Die einfache Antwort lautet: Die Natur Alweidars begrenzt uns. Die komplexere Wahrheit ist, dass wir uns selbst begrenzen – durch alte Traditionen, durch unseren Wohlstand und durch die Furcht vor dem, was in den unbewohnten Landen warten könnte." — Aus einer Abhandlung von Maisu Oier ez'Bizitza-goi-bi
Geografische Hindernisse: Gebirgsketten, ausgedehnte Wälder und die zentrale See erschweren die Besiedlung und Erschließung.
Klimatische Extreme: Während die gemäßigten Zonen gut bewohnbar sind, machen die Eisregionen im hohen Norden und die Wüstengebiete im Süden eine dauerhafte Besiedlung nahezu unmöglich.
Kulturelle Faktoren: Die nomadische Lebensweise der Lithi und die bewusst begrenzte Bevölkerungsdichte in Non'Gauden sind kulturelle Entscheidungen.
Historische Ereignisse: Konflikte in der Vergangenheit, besonders während der Zeit des Aufstiegs, haben die Bevölkerungszahlen reduziert.
Naturgefahren: Die Tiefenschlünde und andere magische Anomalien machen einige Gebiete unbewohnbar oder gefährlich.
Regionale Unterschiede
Auwharin
"Wir sind acht Zweige eines Baumes, verwurzelt in gemeinsamem Boden. Jeder Stamm trägt andere Früchte, doch unsere Stärke ist unser gemeinsames Wachstum." — Traditioneller Aus'Harringer Trinkspruch
In Auwharin konzentriert sich die Bevölkerung in den Stammesgebieten und den größeren Städten:
- Lumaris: Die Hauptstadt zählt etwa 120.000 Einwohner und ist das religiöse, politische und kulturelle Zentrum des Königreichs
- Wolfstal: Mit etwa 75.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt, bekannt für Handel und Diplomatie
- Stammesgebiete: Je nach Größe und Ressourcen des Gebiets zwischen 150.000 und 250.000 Menschen pro Stamm
Die Bevölkerung Auwharins ist überwiegend in dauerhaften Siedlungen organisiert – von kleinen Dörfern bis zu größeren Städten. Die acht Aus'Harringer-Stämme und der neunte Stamm der Lumarier bilden unterschiedliche kulturelle Einheiten, die dennoch in einem föderalen System vereint sind.
Die Lumarier machen etwa 15% der Bevölkerung Auwharins aus und sind hauptsächlich in Lumaris und einigen größeren Städten konzentriert. Sie spielen eine wichtige Rolle in der religiösen Hierarchie und im Bildungssystem.
Lithi-Territorien
"Zähle nicht die Lithi, zähle ihre Feuer in der Nacht. Ein Feuer für jeden Sidd, ein Sidd für jede Jahreszeit, eine Jahreszeit für jede Geschichte, die wir uns erzählen." — Lithi-Sprichwort, übersetzt von einem Nordstrand-Händler
Die Lithi leben in etwa 600 Sidd-Familienverbänden, die jeweils zwischen 30 bis 100 (einzelne größere Gruppen sind vorhanden) Mitglieder umfassen. Diese nomadischen oder halbnomadischen Gruppen folgen ihren Rentierherden und wechseln ihre Lager mit den Jahreszeiten.
Die Gesamtbevölkerung von etwa 40.000 ist äußerst dünn über das riesige Gebiet nördlich des Duottar-Gebirges verteilt. Es gibt keine festen Städte, sondern nur temporäre Versammlungsorte, an denen sich mehrere Sidd zu bestimmten Zeiten im Jahr treffen, etwa für das Goahteballu (Zeltfest) oder andere wichtige Zeremonien.
Die zehn wichtigsten Sidd-Gruppierungen sind:
- Guovssahas-sidd (Nordlichtfamilie): Etwa 300 Personen, bekannt für starke Noaidi
- Bieggaolm-sidd (Windgeistfamilie): Etwa 270 Personen, Wetterexperten
- Gávvil-sidd (Falkenfamilie): Etwa 260 Personen, geschickte Jäger
- Duottar-sidd (Hochlandfamilie): Etwa 290 Personen, Gebirgsspezialisten
- Jiekka-sidd (Eisfamilie): Etwa 170 Personen, Leben in den nördlichsten Gebieten
- Meahcci-sidd (Waldfamilie): Etwa 320 Personen, Pflanzenheilkundige
- Bassi-sidd (Heiligefamilie): Etwa 120 Personen, spirituelle Spezialisten
- Rieban-sidd (Fuchsfamilie): Etwa 170 Personen, Händler in Grenznähe
- Bákti-sidd (Felsenfamilie): Etwa 180 Personen, Steinbearbeitun
- Jávri-sidd (Seefamilie): Etwa 410 Personen, Fischfangspezialisten
Non'Gauden
"In Non'Gauden ist die Bevölkerung nicht nach Zufall verteilt, sondern nach Funktion. Jeder findet seinen Platz im großen Experiment des Verstandes, jeder trägt bei zum kollektiven Fortschritt. Was für einen Außenstehenden wie Kontrolle erscheinen mag, ist in Wahrheit die höchste Form der Freiheit – die Freiheit, sein volles Potential zu verwirklichen." — Irakasle Julen ez'Ezagutza-barne-bi
Die Bevölkerung Non'Gaudens konzentriert sich in den fünf Jakintza-Enklaven, die jeweils etwa 150.000 bis 300.000 Einwohner haben:
- Ezagutza: ~300.000 Einwohner, die Hauptstadt und Zentrum theoretischer Forschung
- Egitura: ~250.000 Einwohner, Zentrum praktischer Anwendungen
- Burmuina: ~200.000 Einwohner, Fokus auf Geistesforschung
- Bizitza: ~230.000 Einwohner, biologische und medizinische Forschung
- Indarra: ~220.000 Einwohner, Erforschung elementarer Kräfte
Die Zwischengebiete zwischen den Enklaven sind deutlich dünner besiedelt, mit landwirtschaftlichen Gemeinden und kleineren Siedlungen, die die Enklaven versorgen. Landwirtschaftliche Gemeinden genießen deutliche Unterstützung der Enklaven in den Bereichen Technik und Sicherheit, da diese auf ihre Erträge angewiesen sind. Die Non'Gaudische Landwirtschaft ist dadurch extrem effizient.
Die non'gaudische Gesellschaft ist in klar definierte soziale Schichten gegliedert:
- Jakintza-Mitglieder (5%): Akademische Elite
- Burmuina-Garatuak (25%): Höher gebildete Spezialisten
- Langileak (45%): Qualifizierte Handwerker und Händler
- Laguntzaileak (20%): Einfache Arbeiter
- Baztertuak (5%): Menschen ohne formale Bildung
Diese Struktur ist jedoch durchlässiger, als sie auf den ersten Blick erscheint – talentierte Individuen können durch Bildung und persönliche Entwicklung aufsteigen.
Cel Atiz
"In Rasnal zählt niemand die Menschen. Wozu auch? Wir sind wie die Blumen im Feld – einzigartig, vorübergehend und doch Teil eines größeren Musters. Die Eisnar Cipen sagen, dass die wahre Kraft einer Stadt nicht in der Zahl ihrer Bewohner liegt, sondern in der Harmonie ihrer Träume." — Reisebericht eines Aus'Harringer Händlers
Die südliche Region Cel Atiz beherbergt etwa 600.000 Menschen, die sich hauptsächlich in drei größeren Städten und zahlreichen kleineren Siedlungen in den fruchtbaren Tälern konzentrieren:
- Rasnal: ~150.000 Einwohner, kulturelles und spirituelles Zentrum mit dem Eisnar Fanu
- Vetluna: ~90.000 Einwohner, wichtigste Küstenstadt und Handelszentrum
- Pupluna: ~70.000 Einwohner, bekannt für Handwerk und künstlerische Innovation
- Luruna-Region: ~120.000 Einwohner in verstreuten Siedlungen um den See
Die übrige Bevölkerung verteilt sich auf kleinere Dörfer und Höfe in den fruchtbaren Tälern und an der Küste.
Die Gesellschaft in Cel Atiz weist keine formellen Hierarchien auf, sondern organisiert sich durch subtile soziale Codes und Konsensentscheidungen. Die Eisnar Cipen – weise Berater im Eisnar Fanu – geben bei Bedarf Rat, üben aber keine direkte Herrschaft aus.
Demografische Besonderheiten
Lebenserwartung
Die durchschnittliche Lebenserwartung variiert zwischen den Regionen:
| Region | Durchschnittliche Lebenserwartung WZ |
|---|---|
| Auwharin | 30-35 Jahre |
| Lithi-Territorien | 25-30 Jahre (harte Lebensbedingungen) |
| Non'Gauden | 35-40 Jahre (fortschrittliche Medizin) |
| Cel Atiz | 40-45 Jahre (harmonischer Lebensstil) |
Bemerkenswert ist, dass einzelne Individuen in allen Kulturen ein deutlich höheres Alter erreichen können. Besonders in Non'Gauden und Cel Atiz gibt es dokumentierte Fälle von Meistern, die durch fortgeschrittene Techniken der Lebensverlängerung oder mystische Techniken über 70 Jahre alt wurden.
Familienstrukturen
Auwharin: Traditionelle Familienverbände mit starker Betonung auf Ahnenlinien. Durchschnittlich 3-4 Kinder pro Familie, wobei die Stammeszugehörigkeit patrilinear weitergegeben wird, während die Lumarier eine matrilineare Tradition pflegen.
Lithi: Große, erweiterte Familien innerhalb der Sidd-Struktur. Kinder werden als Gemeinschaftsverantwortung betrachtet, wobei die direkte Eltern-Kind-Beziehung dennoch stark ist. Durchschnittlich 4-5 Kinder pro Familie.
Non'Gauden: Kleinere biologische Kernfamilien mit 1-3 Kindern, die jedoch in erweiterte Auzo-Zirkel (Nachbarschaftsgemeinschaften von 20-30 Haushalten) eingebettet sind. Jedes Kind wächst mit 4-6 erwachsenen Bezugspersonen auf, während die Bildung sowohl gemeinschaftlich im Zirkel als auch in spezialisierten Jakintza-Einrichtungen stattfindet. Biologische Familienbande bleiben wichtig, doch der individuelle Entwicklungspfad wird durch die kollektive Weisheit und Unterstützung des gesamten Zirkels gefördert. Die geringe Geburtenrate wird durch intensive, gemeinschaftliche Investition in jedes einzelne Kind kompensiert.
Cel Atiz: Flexible Familienstrukturen, die biologische und gewählte Verwandtschaft gleichermaßen wertschätzen. Kinder wachsen oft in gemeinschaftlichen Umgebungen auf, behalten aber enge Bindungen zu ihren Eltern. Durchschnittlich 5-8 Kinder pro Familie.
Bildung und Wissenstradition
Auwharin:
- Praktisches Wissen wird in Familien- und Stammesstrukturen weitergegeben
- Formale Bildung durch die Orden, besonders den Orden der Lampe
- Spezifisches Handwerkswissen wird in Zunftstrukturen vermittelt
- Höhere Bildung konzentriert sich auf das Kollegium der Sieben Lichter in Lumaris
Lithi:
- Mündliche Überlieferung als primäre Wissenstradition
- Praktisches Wissen wird durch direktes Vorleben gelehrt
- Spirituelles Wissen wird durch Noaidi (Schamanen) weitergegeben
- Keine formalisierte Bildungseinrichtungen, sondern lebenslange Integration in Stammesweisheit
Non'Gauden:
- Umfassendes formalisiertes Bildungssystem mit klaren Entwicklungsstufen
- Frühbildung beginnt mit 4 Jahren in örtlichen Lernzentren
- Ab 12 Jahren Spezialisierung nach Begabung und Neigung
- Höhere Bildung in den Jakintza-Akademien, unterteilt nach Fachbereichen
- Lebenslanges Lernen als kultureller Wert
Cel Atiz:
- Kombiniert formalisierte Bildung mit intuitiven, erfahrungsbasierten Ansätzen
- Kinder lernen in altersgemischten Gruppen
- Starke Betonung auf künstlerischer und emotionaler Entwicklung
- Traumwandern als spezielle Bildungsmethode für bestimmte Begabungen
Migrationsströme und Bevölkerungsbewegungen
Historische Migration
Die Verteilung der heutigen Bevölkerung wurde maßgeblich durch zwei große Migrationsbewegungen geprägt:
-
Die Lumaris-Migration: Vor der ersten Himmelsgleiche (vor etwa 843 Jahren) kamen die Lumarier auf den Kontinent und siedelten sich hauptsächlich im Gebiet des heutigen Auwharin an. Sie brachten fortschrittliches Wissen und neue spirituelle Konzepte mit.
-
Die Große Trennung: Etwa im Jahr 300 WZ verließ eine Gruppe dissidenter Gelehrter Auwharin, überquerte das Binnenmeer und gründete das heutige Non'Gauden als alternatives Gesellschaftsmodell mit Fokus auf rationalistischer Weltanschauung.
Gegenwärtige Bevölkerungsbewegungen
"Die Menschen bewegen sich wie die Gezeiten – langsam, stetig und doch unaufhaltsam. Wer die Ströme beobachtet, kann die Zukunft der Welt erahnen." — Beobachtung eines Eisnar Cipen, überliefert von einem reisenden Händler
Die wichtigsten gegenwärtigen Migrationsströme sind:
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Von ländlichen Gebieten nach Lumaris: Junge Aus'Harringer ziehen für Bildung und Arbeitsmöglichkeiten in die Hauptstadt.
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Zwischen den Jakintza-Enklaven: Non'Gaudener wechseln je nach Forschungsinteresse und Karrierechancen zwischen den fünf Zentren.
-
Grenzüberschreitende Händlerfamilien: Besonders zwischen Auwharin und Cel Atiz haben sich Händlerdynastien etabliert, die regelmäßig zwischen den Regionen pendeln.
-
Ausgewanderte Lithi: Eine kleine, aber stetige Zahl junger Lithi verlässt ihre traditionelle Lebensweise und sucht Anschluss in Auwharin, hauptsächlich in den nördlichen Stammesgebieten Nordstrand und Finsterwalde.
-
Non'Gaudener Forscher in Cel Atiz: Wissenschaftler aus Non'Gauden verbringen zunehmend Forschungsaufenthalte in Cel Atiz, um die dortigen Traumtechniken zu studieren.
Aktuelle Entwicklungen
In den letzten Jahrzehnten sind einige demografische Tendenzen zu beobachten, die mit der nahenden Himmelsgleiche in Verbindung gebracht werden:
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Erhöhte Geburtenrate bei den Lithi: In den letzten 20 Jahren stieg die Geburtenrate in den nördlichen Territorien um etwa 15%. Die Noaidi deuten dies als Zeichen der Bajasdolgi.
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Verstärkte Träume: In allen Regionen berichten Menschen von intensiveren und bedeutungsvolleren Träumen, besonders Kinder und Jugendliche.
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Zunahme besonderer Begabungen: Die Zahl der Kinder mit ungewöhnlichen Fähigkeiten – seien es magische, intuitive oder intellektuelle Talente – scheint zuzunehmen.
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Vorzeichendeutung: In Auwharin interpretieren die religiösen Orden diese Phänomene als Zeichen der kommenden Prüfung durch die Himmlischen Heerscharen, während sie in Non'Gauden als natürliche kosmische Zyklen und in Cel Atiz als kollektives Traumerwachen gedeutet werden.
"Die Kinder, die in diesen Jahren geboren werden, tragen das Licht der drei Monde in ihren Augen. Sie sehen Dinge, die wir nicht sehen können, hören Stimmen, die wir nicht hören können. Sie werden zwischen den Welten wandeln, wenn die Himmelsgleiche kommt." — Prophezeiung eines Lithi-Noaidi, aufgezeichnet von einem Orden des Spiegels-Gelehrten