as Königreich Auwharin: Einführung
Im Westen des Kontinents Alweidar erstreckt sich das Königreich Auwharin – eine faszinierende Verschmelzung uralter Traditionen und spiritueller Weisheit. Begrenzt durch das Duottar-Gebirge im Norden, die Harrowin-Berge im Osten und das Kargas-Gebirge im Süden, bildet Auwharin einen geschützten Lebensraum für seine rund 1,8 Millionen Einwohner.
Ein Land zwischen Wäldern und Wasser
Auwharin ist ein Land der Kontraste: Dichte Wälder im Westen gehen über in fjordreiche Küstenstreifen im Nordwesten, während im Osten das Bergheimer Hochland emporragt. Im Zentrum des westlichen Teils liegt der majestätische Wolfssee, der größte Binnensee der Region und Lebensader für den gleichnamigen Stamm.
Die Landschaft ist durchzogen von Flüssen, die gleichermaßen als Transportwege und natürliche Grenzen zwischen den traditionellen Stammesgebieten dienen. Dieses abwechslungsreiche Terrain hat die Entwicklung spezialisierter Lebensweisen und Handwerkskünste in den verschiedenen Regionen begünstigt.
Die Neun Stämme – Ein Volk
Die Gesellschaft Auwharins basiert auf einem bemerkenswerten stammesföderalen System. Acht ursprüngliche Aus'Harringer-Stämme und der später hinzugekommene neunte Stamm der Lumarier bilden gemeinsam die Grundpfeiler des Königreichs.
"Acht Wurzeln, ein Baum, unter Dagaz und Kaldaz gleiches Licht für alle. Die Geschichte Auwahrins ist nicht die Geschichte eines Landes, sondern die Verflechtung von neun Stämmen, die gemeinsam stark wurden, ohne ihre Eigenart zu verlieren."
— Aus den Chroniken von Auwharin
Diese Vielfalt in der Einheit spiegelt sich in allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens wider – von der Regierungsform des rotierenden Harkonig-Amtes bis zur reichen materiellen Kultur, in der jeder Stamm seine besonderen Fertigkeiten einbringt.
Spirituelle Grundlagen
Die prägende spirituelle Kraft Auwharins ist die Kirche der Himmlischen Heerscharen mit ihren Sieben Orden. Entstanden aus der Verschmelzung lumarischer Weisheit mit den älteren naturverbundenen Traditionen der Aus'Harringer, bietet diese Religion einen umfassenden kosmologischen Rahmen.
Die Sieben Heerscharen – Erleuchtung, Wahrheit, Standhaftigkeit, Leben, Saat, Odem und Geist – manifestieren verschiedene Aspekte des Höchsten Seins und finden ihre weltliche Entsprechung in den Sieben Orden:
- Der Orden der Lampe – Wissen und Bildung
- Der Orden der Waage – Gerechtigkeit und Vermittlung
- Der Orden des Schildes – Schutz und Verteidigung
- Der Orden des Gefäßes – Heilung und Lebensbewahrung
- Der Orden des Samens – Wachstum und Bewahrung
- Der Orden des Flügels – Kommunikation und Verbreitung
- Der Orden des Spiegels – Reflexion und Spiritualität
Diese Orden durchdringen alle Ebenen der Gesellschaft und bilden ein Netzwerk spiritueller und praktischer Unterstützung für die Bevölkerung.
Ein Alltag zwischen Handwerk und Tradition
Das tägliche Leben in Auwharin ist geprägt von handwerklicher Arbeit, saisonalen Ritualen und gemeinschaftlichen Zusammenkünften. Der Tagesrhythmus folgt dem natürlichen Verlauf der beiden Sonnen Dagaz und Kaldaz sowie dem Eintreten der täglichen Schattenruhe, wenn der Planetenring Barkuz für einige Stunden das Sonnenlicht dämpft.
Die Aus'Harringer sind bekannt für ihre praktischen Fertigkeiten und bodenständige Lebensweise. Sie schätzen traditionelles Handwerk – vom Holzschnitzen der Eichental-Bewohner bis zur Schmiedekunst der Bergheimer. Die gebildeteren Lumarier ergänzen diese praktischen Fähigkeiten mit ihrem Wissen in Astronomie, Heilkunde und spirituellen Disziplinen.
Lumaris – Juwel des Westens
Die Hauptstadt Lumaris, gelegen an der Mündung des Silberflusses, ist das kulturelle und spirituelle Zentrum des Königreichs. Dominiert wird das Stadtbild von der majestätischen Kathedrale der Sieben Heerscharen, deren sieben Türme weithin sichtbar sind.
Um dieses religiöse Zentrum gruppieren sich die administrativen Gebäude des Königreichs, darunter der Harkonig-Palast und die Versammlungshalle des Hohen Rates. Die Große Bibliothek von Lumaris und das Kollegium der Sieben Lichter sind bedeutende Bildungszentren, während der geschäftige Hafendistrikt die wirtschaftliche Lebensader der Stadt bildet.
Zwischen bewahrender Tradition und notwendigem Wandel
Auwharin steht in der gegenwärtigen Zeit vor der Herausforderung, seine tief verwurzelten Traditionen mit den Veränderungen zu vereinbaren, die die nahende zweite Mondgleiche mit sich bringt. Diese seltene astronomische Konstellation, die nur alle 875 Jahre eintritt, sorgt bereits für ungewöhnliche Phänomene:
- Verstärkte Träume und Visionen werden aus allen Teilen des Königreichs berichtet
- Alte Ruinen zeigen vermehrte magische Aktivität
- Die Tiefenschlünde – jene geheimnisvollen Höhlensysteme, die von den Orden streng bewacht werden – scheinen zunehmend instabil zu werden
Der Orden des Schildes hat seine Wachsamkeit erhöht, und der Orden des Spiegels berichtet von vermehrten spirituellen Anfragen besorgter Bürger. Inmitten dieser Unsicherheiten bleibt die stammesföderale Struktur ein stabilisierender Anker, der Auwharin auch durch diese Zeit des Wandels tragen soll.
"Auwharin ist wie eine alte Eiche – tief verwurzelt in der Vergangenheit, aber mit Zweigen, die sich stets dem Licht entgegenstrecken. Nicht starr, sondern fest; nicht unveränderlich, aber beständig."
— Harkonig Ulfric vom Stamm Wolfstal